top of page


Vom Ausnahmezustand zur Normalität
Wie ein jahrelanger Krieg zur politischen Dauerlage wurde Als der Ukraine-Krieg begann, dominierten Worte wie Schock, Zeitenwende und historische Zäsur. Politik und Medien vermittelten den Eindruck einer akuten Ausnahmesituation, die entschlossene und kurzfristige Maßnahmen erfordere. Militärische Unterstützung, steigende Verteidigungsausgaben und geopolitische Neuorientierung wurden als notwendige Reaktionen auf einen außergewöhnlichen Moment präsentiert. Heute, mehr als vie

Nachrichten
19. Feb.


Die Architektur der totalen Kontrolle
Wie unter dem Vorwand des Kinderschutzes eine neue Ordnung digitaler Kontrolle entsteht Die politische Debatte beginnt mit einem moralischen Konsens: Kinder sollen geschützt werden. Frankreich plant ein Social-Media-Verbot für Unter-15-Jährige, Spanien für Unter-16-Jährige, in Deutschland werden ähnliche Forderungen erhoben. Parallel testet die Europäische Kommission eine digitale Altersverifikation, perspektivisch eingebettet in ihre Digitalstrategie. Im Hintergrund wirkt de

Nachrichten
6. Feb.


Europa, die NATO und Trump
Wenn Donald Trump sich über die NATO beklagt, geht es weniger um persönliche Befindlichkeiten als um eine Macht- und Kostenfrage, die seit Jahren ungelöst ist. Trumps Vorwurf, Europa lebe sicherheitspolitisch auf Kosten der USA, ist zugespitzt – aber nicht substanzlos. Er wirkt wie ein externer Auditbericht, der ein System offenlegt, das politisch gewollt ineffizient geblieben ist. Die strukturelle Abhängigkeit Europas Europa ist militärisch kein autonomer Akteur. Die Abhän

Nachrichten
24. Jan.


Die größten Sorgen der Deutschen: Ein Befund jenseits politischer Routinen
Die jüngste Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa liefert ein aufschlussreiches Stimmungsbild – und stellt zugleich zentrale politische Prioritätensetzungen infrage. Denn während öffentliche Debatten häufig von Klimapolitik, Extremismus oder geopolitischen Bedrohungsszenarien dominiert werden, verorten die Bürger ihre größten Sorgen an ganz anderer Stelle. 1. Bildung als systemisches Risiko Mit 90 Prozent steht das Bildungssystem an der Spitze der Sorgenliste. Das i

Nachrichten
23. Jan.


Der langsame Rückzug der alten Ordnung
Abseits der öffentlichen Debatten vollzieht sich eine geopolitische Verschiebung, deren Tragweite bislang unterschätzt wird. Nicht abrupt, nicht chaotisch, sondern schrittweise verlieren die zentralen Institutionen der Nachkriegsordnung an Bindungskraft. Europäische Union, NATO und die transatlantische Finanzarchitektur zeigen dabei Symptome, die historisch vertraut sind: institutionelle Überdehnung, wachsende Verschuldung, Legitimationsverlust und zunehmende Entkopplung von

Nachrichten
22. Jan.


Trumps „Friedensrat“: Angriff auf die UNO – oder Offenlegung ihres Bankrotts?
Die diplomatische Aufregung um den von Donald Trump geplanten „Friedensrat“ folgt einem vertrauten Muster: Empörung ersetzt Analyse, institutionelle Selbstverteidigung tritt an die Stelle nüchterner Machtbetrachtung. Die eigentliche Frage lautet nicht, ob Trump eine Alternative zur Vereinte Nationen plant – sondern warum eine solche Alternative überhaupt denkbar erscheint. 1. Die UNO als sakrosankte Fiktion Europäische Reaktionen, allen voran aus Paris, verteidigen die UNO

Nachrichten
21. Jan.


Das Weltwirtschaftsforum: Macht ohne Mandat
Das Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos inszeniert sich seit Jahrzehnten als globales Diskussionsforum für die großen Fragen der Zeit. In Wahrheit ist es ein machtpolitischer Knotenpunkt ohne demokratische Legitimation , ein Ort, an dem politische Weichen vorab gestellt werden – fernab parlamentarischer Kontrolle, öffentlicher Rechenschaft und gesellschaftlicher Mitsprache. 1. Davos: Bühne der Selbstermächtigung Im schweizerischen Davos treffen sich jährlich Staats- und Reg

Nachrichten
20. Jan.


Schützenhilfe für Günther: Dunja Hayali und der Offenbarungseid des Öffentlich-Rechtlichen
Die Intervention von Dunja Hayali in der Debatte um die Äußerungen von Daniel Günther ist mehr als eine persönliche Wortmeldung. Sie wirkt wie ein Symptom – für den Zustand des öffentlich-rechtlichen Journalismus und für eine politische Agenda, die unter dem Schlagwort „Schutz“ tief in Grundrechte eingreift. 1. Vom Journalismus zur Parteinahme Hayalis Einlassung überschreitet eine klassische journalistische Grenze. Statt Distanz zu wahren, übernimmt sie argumentative Linien

Nachrichten
20. Jan.


WEF in Davos: Die Illusion der globalen Steuerung – und ihr Klassenproblem
Während sich im Schweizer Alpenort Davos erneut die selbsternannten Lenker der Weltwirtschaft versammeln, offenbart das aktuelle Chaos abseits der Hauptbühnen mehr als nur organisatorisches Versagen. Es zeigt die innere Logik des Weltwirtschaftsforum : Zugang ist Macht – und Macht ist exklusiv. 1. Davos als Parallelgesellschaft Fast 200 registrierte und zahlende Teilnehmer, die in der Kälte stranden, weil ihnen farbcodierte Abzeichen fehlen, sind kein Betriebsunfall. Sie si

Nachrichten
20. Jan.
bottom of page
