Der Fall Jeffrey Epstein zählt zu den größten Missbrauchs- und Machtkomplexen der jüngeren Zeit. In den USA wird er parlamentarisch aufgearbeitet, Gerichte veröffentlichen Akten, Medien werten tausende Seiten Dokumente aus. In Deutschland hingegen bleibt die Berichterstattung fragmentarisch, randständig und oft entpolitisiert. Die Frage ist nicht, ob berichtet wird – sondern wie wenig , wie vorsichtig und wie folgenlos . Dieses Ungleichgewicht ist erklärungsbedürftig. 1. P
Was die Epstein-Files über Eliten, Straflosigkeit und den moralischen Zustand der Oberen verraten Die veröffentlichten Epstein-Files sind kein Beweisarchiv im klassischen Sinn. Sie liefern selten gerichtsfeste Schuldzuweisungen, kaum eindeutige Täterprofile und nur wenige klare Kausalketten. Und doch entfalten sie eine Wirkung, die stärker ist als manches Urteil: Sie öffnen den Blick in einen sozialen und psychologischen Abgrund, den niemand mehr ernsthaft leugnen kann. Es si
Im Anschluss an den Vortrag von Florian Warweg stellen sich kritische Fragen aus dem Publikum. Im Mittelpunkt stehen Mediennarrative, politische Verantwortung, staatliches Handeln und der Umgang mit Dissens. Das Gespräch zeigt, wie groß der Bedarf an direktem Austausch jenseits vorgefertigter Schlagzeilen ist. Die Fragen sind pointiert, sachlich und teilweise unbequem – und spiegeln eine wachsende Distanz zwischen öffentlicher Kommunikation und gesellschaftlicher Wahrnehmung
Deutschland leidet nicht unter einer Krise. Krisen kommen und gehen. Sie erzwingen Entscheidungen, bündeln Kräfte, erzeugen Reibung – und am Ende Korrektur. Was wir derzeit erleben, ist etwas anderes: ein langsames, strukturelles Versagen, das nicht mehr als Ausnahme wahrgenommen wird, sondern als Zustand. Kein Schock, kein Bruch, kein Aufschrei – sondern ein kontrolliertes Absinken. Der entscheidende Unterschied zu früheren Umbrüchen liegt nicht im Ausmaß, sondern in der Urs
In diesem Vortag in Frankfurt/Main am 23. Januar 2026 positioniert sich Florian Warweg als strategisches Korrektiv im politischen Medienbetrieb. Ausgehend von seiner Arbeit in der Bundespressekonferenz analysiert Warweg, wie Machtstrukturen, Regierungsnarrative und journalistische Routinen ineinandergreifen – und wo gezielte Fragen diese Architektur ins Wanken bringen. Im Fokus stehen die Mechanismen politischer Kommunikation, die Rolle etablierter Medien bei der Stabilisieru
In diesem exklusiven Interview gibt Florian Warweg, profilierter Journalist und regelmäßiger Repräsentant eigentlich nicht nur der NachDenkSeiten, sondern einer immer größer werdenden regierungskritischen Öffentlichkeit auf der Bundespressekonferenz, Auskunft über: die Auseinandersetzung mit seiner potenziellen 'Schere im eigenen Kopf' angesichts des mit Fug und Recht bereits seit Jahren als institutionalisiert zu bezeichnenden Widerstandes gegen seine Teilnahme an der BPK un
Es gehört zu den stillen, aber folgenreichen Verschiebungen unserer Zeit, dass Journalismus seine klassische Funktion immer häufiger verlässt. Statt Informationen zu ordnen, Macht zu kontrollieren und Widersprüche offenzulegen, agieren große Teile der etablierten Medien zunehmend als Akteure der Meinungslenkung. Nicht durch offene Zensur, sondern durch Auswahl, Gewichtung und moralische Rahmung. Der Effekt ist kein Informationsgewinn, sondern eine gezielte Verengung des Disku
In der Sendung von Markus Lanz erklärte Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) in seiner Funktion, dass seiner Ansicht nach nur noch Medien am politischen Diskurs teilnehmen sollten, die bestimmte „Qualitätskriterien“ erfüllen, und dass der Staat diese Kriterien festlegen solle. NIUS schloss er ausdrücklich aus. Kernaussage in der Bewertung: Die von Ministerpräsident Günther skizzierte Idee einer staatlich definierten „Qualitätszulassung“ für Medien stellt keinen Randfehler d
2025 markiert für TTV Nachrichten ein Jahr der inhaltlichen Zuspitzung. Während viele Medien weiter auf Ritualberichterstattung, Sprachregelungen und politische Schonräume setzten, hat sich TTV bewusst als Analyse- und Einordnungsplattform jenseits des Mainstreams positioniert. Unser Anspruch: Themen dort zu vertiefen, wo andere abbrechen – und Fragen zu stellen, wo andere beschwichtigen. Wachstum ohne Lautstärke, Wirkung ohne Kampagne TTV Nachrichten ist 2025 organisch gew