Deutsche Haushalte zahlen viermal so viel Strom wie Ungarn
- Thomas Tratnik

- vor 5 Tagen
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Aktualisiert: vor 4 Tagen

Rekordpreise in Deutschland
Deutschlands Stromkunden tragen weiter die höchsten Kosten in Europa. Neue Zahlen von Eurostat zeigen: Ende 2025 lag der durchschnittliche Haushaltsstrompreis bei 38,3 Cent pro Kilowattstunde – so viel wie in keinem anderen EU-Land. Zum Vergleich: Spanien (26 Cent), Frankreich (26,6 Cent) und Ungarn (10,4 Cent) liegen deutlich darunter. Damit zahlen deutsche Haushalte fast das Vierfache im Vergleich zu Ungarn.
Ungarn setzt auf staatliche Eingriffe
Energieökonomin Claudia Kemfert (DIW) erklärt die Diskrepanz: „Die niedrigen Haushaltsstrompreise in Ungarn sind kein Marktergebnis, sondern das Resultat staatlicher Preisdeckel und massiver Subventionen.“
Deutschland: Steuern, Abgaben und Umlagen treiben Preise
In Deutschland dominieren Steuern, Abgaben, Umlagen und Netzentgelte die Stromkosten, betont Vattenfall-Sprecher Christian Jekat. Selbst der staatliche Zuschuss zu den Übertragungsnetzentgelten von rund 1,6 Cent pro Kilowattstunde im Jahr 2026 entlaste Verbraucher nur marginal – etwa vier Prozent.
Stromsteuer bleibt hoch
Besonders umstritten bleibt die Stromsteuer: Trotz angekündigter Reformen liegt sie weiterhin bei 2,05 Cent pro Kilowattstunde, während das EU-Mindestmaß nur bei 0,1 Cent liegt. Kritiker fordern, dass die Bundesregierung hier dringend nachbessern muss, um Haushalte zu entlasten.
Folgen für die Verbraucher
Die hohen Strompreise belasten insbesondere die Mittelschicht. Haushalte müssen tiefer in die Tasche greifen, während gleichzeitig Inflation und steigende Lebenshaltungskosten den finanziellen Druck erhöhen. Experten warnen, dass ohne gezielte politische Korrekturen der Unterschied zu anderen EU-Ländern weiter wachsen wird. #Strompreise #Deutschland #Ungarn #Energiekosten #Haushaltsstrom #Eurostat #CO2Preis #Energiepolitik #Energiewende #Inflation #Mittelstand #Haushaltskosten #Stromsteuer #Energiekrise #Deutschland2026 #EUPolitik #Netzentgelte #Subventionen #DIW #Energieökonomie #Brüssel #Berlin



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