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G20 in Asheville: Beginnt eine neue geopolitische Ordnung?
Was auf dem G20-Finanztreffen in Asheville auf den ersten Blick wie ein weiterer Termin der internationalen Finanzdiplomatie wirkt, könnte bei genauerer Betrachtung für größere geopolitische Verschiebungen stehen. Im Mittelpunkt stehen nicht nur Sanktionen gegen Iran, der Umgang mit Russland oder die Finanzpolitik der USA. Es geht um die Frage, ob sich die internationalen Machtstrukturen verändern – und ob Washington unter Donald Trump versucht, wirtschaftliche und geopolitis

Thomas Tratnik
2. Sept.3 Min. Lesezeit


Das Elektroauto ist nicht automatisch klimafreundlich
Jahrelang wurde das Elektroauto in der politischen Debatte als nahezu zwangsläufige Antwort auf die Klimafrage präsentiert. Doch je genauer man die gesamte Wertschöpfungskette betrachtet, desto komplexer wird das Bild: Rohstoffgewinnung, Batterieproduktion, Stromerzeugung, Fahrzeuggewicht, Lebensdauer und Recycling gehören ebenso zur ökologischen Bilanz wie die fehlenden Abgase am Auspuff. Die entscheidende Frage ist deshalb nicht, ob Elektroautos lokal emissionsfrei fahren,

Thomas Tratnik
1. Sept.3 Min. Lesezeit


G20: Der Kampf um die wirtschaftliche Zukunft des Westens
Beim G20-Treffen in Asheville vom 31. August bis 1. September 2026 prallen nach der Analyse von Barbara Boyd zwei grundsätzlich unterschiedliche Vorstellungen von wirtschaftlicher Entwicklung aufeinander. Auf der einen Seite steht die Idee, Wachstum durch Produktion, Energie, Technologie und industrielle Selbstständigkeit zu schaffen. Auf der anderen Seite steht ein europäisches Modell, das stärker auf Regulierung, Klimapolitik, Kapitalsteuerung und politische Umverteilung se

Thomas Tratnik
31. Aug.4 Min. Lesezeit


Vom „Dark Age“ zum „Golden Age“: Trumps Kampf gegen die „Lords of Money“
Hinter den täglichen Schlagzeilen zeichnet sich nach der Analyse von Susan Kokinda ein größerer politischer und wirtschaftlicher Konflikt ab. Im Zentrum stehen die neue Ausrichtung der US-Notenbank, die Offensive des Finanzministeriums gegen iranische Finanznetzwerke und Trumps Vision einer neuen amerikanischen Wachstums- und Raumfahrtpolitik. Kokindas zentrale These: Die USA versuchen, sich aus einem Finanzsystem zu lösen, das ihrer Auffassung nach zu stark von spekulativem

Thomas Tratnik
30. Aug.4 Min. Lesezeit


Tschechien gegen den Klima-Kurs: Wenn Prag den europäischen Green Deal zur Wirtschaftsfrage macht
Die neue Regierung unter Andrej Babiš stellt zentrale Instrumente der europäischen Klimapolitik offen infrage Tschechien hat die „Klimakrise“ nicht wissenschaftlich für beendet erklärt – Regierungen können wissenschaftliche Befunde ohnehin nicht per Beschluss aufheben. Was in Prag tatsächlich geschieht, ist politisch mindestens ebenso bemerkenswert: Die neue Regierung unter Andrej Babiš stellt zentrale Instrumente der europäischen Klimapolitik offen infrage und behandelt den

Thomas Tratnik
3. Aug.4 Min. Lesezeit


Ceuta als Warnsignal: Wenn Migration zur Systemfrage des Westens wird
Die Grenzkrise von Ceuta lässt sich als außergewöhnliches Migrationsereignis betrachten Video: The Big Lie Behind Ceuta: Why the West Is Collapsing Innerhalb kürzester Zeit gelangten Ende Juli 2026 rund 50.000 bis 60.000 Menschen aus Marokko in die spanische Exklave, mindestens 72 Menschen starben. Doch das von Mike Steger aufgeworfene Thema reicht erheblich weiter. Seine These lautet sinngemäß: Ceuta sei nicht die Ursache einer europäischen Krise, sondern deren Symptom. Dah

Thomas Tratnik
3. Aug.4 Min. Lesezeit


Europas Energiewende: Wenn Klimapolitik zum Standortproblem wird
Europa will beim Klimaschutz weltweit vorangehen. Doch während Brüssel über Dekarbonisierung, Green Deal und Klimaneutralität spricht, wächst eine andere Sorge: Kann eine Industriegesellschaft ihre Energieversorgung grundlegend umbauen, Energie gleichzeitig verteuern und dennoch im globalen Wettbewerb bestehen? Ein aktueller Beitrag bei TKP beantwortet diese Frage ausgesprochen kritisch und spricht von Europas „grüner Selbstzerstörung“. Die Wortwahl ist zugespitzt, doch das d

Thomas Tratnik
2. Aug.4 Min. Lesezeit


Machtachsen im Umbruch: Der Iran und das Ende der alten Ordnung
In den Konferenzräumen von Washington, Peking und Brüssel flackern die Bildschirme länger als sonst. Karten werden verschoben, Lieferketten neu berechnet, Risikoaufschläge aktualisiert. Doch die eigentliche Bewegung beginnt nicht in diesen Räumen. Sie beginnt dort, wo Macht ihre Form verändert. Teheran liegt im Morgengrauen stiller als gewöhnlich. Die Stadt, die Jahrzehnte lang religiöse Autorität und staatliche Macht verschmolz, steht an einer Schwelle. Sollte dieser Moment

Thomas Tratnik
3. März2 Min. Lesezeit


Eskalation USA–Iran: Auslöser, Machtachsen und strukturelle Treiber
1. Der unmittelbare Trigger: Nukleare Schwellenlogik Der akute Auslöser liegt in der Eskalation um das iranische Atomprogramm. Nach dem Scheitern der Verhandlungen in Genf verschärfte sich die Dynamik: US-Forderung: Stilllegung zentraler Anreicherungsstandorte (u. a. Fordow, Natanz) und substanzielle Rücknahme der Kapazitäten. Iranische Position: Verweis auf Souveränität und Recht auf zivile Nutzung der Kernenergie. Technische Realität: Steigende Bestände an 60 % angereichert

Thomas Tratnik
28. Feb.3 Min. Lesezeit


Trumps Klimawende und Deutschlands strategische Entscheidung
Als Donald Trump die juristische Grundlage der amerikanischen Klimaregulierung – die sogenannte „Endangerment Finding“ – zur Disposition stellte, war das kein symbolischer Akt. Es war ein strategischer Richtungswechsel. Die Vereinigten Staaten signalisieren: weniger regulatorische Steuerung, mehr ökonomische Freiheit. Für Europa – und besonders für Deutschland – ist das kein Randereignis. Es ist ein ökonomischer Weckruf. Denn während Washington dereguliert, hält Brüssel am um

Thomas Tratnik
16. Feb.3 Min. Lesezeit
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