Bargeld lebt: Wie die Petition gegen die Abschaffung die „Zeit“ zu verzweifelter Gegenpropaganda reizte
- Thomas Tratnik

- vor 3 Tagen
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Der Widerstand gegen die schleichende Abschaffung des Bargelds wächst – und er wirkt. Über 300.000 Unterzeichner haben die Petition von Hansjörg Stützle und Hakon von Holst unterzeichnet, die den Erhalt von Bargeld fordert. Ein Erfolg, der nun die Leitmedien wie die „Zeit“ zu fragwürdigen Gegendarstellungen veranlasst.

In einer langen Reportage versucht der Zeit-Journalist Fabian Franke, die Initiatoren als Anhänger rechter Narrative darzustellen. Der Kern des Artikels: Bargeldschützer seien extremistisch oder zumindest problematisch. Als Beweis wird ein einmaliges Interview Stützles mit Roland Tichy herangezogen, Aussagen werden aus dem Zusammenhang gerissen, und digitale Bezahlmethoden werden polemisch in Opposition zum Bargeld gestellt. Dabei wird Stützles Warnung vor totaler Kontrolle auf Szenarien projiziert, die explizit die vollständige Abschaffung des Bargelds betreffen – nicht die Einführung digitaler Zahlungsmittel.
Auch die Bundesbank wird von Franke unkritisch zitiert: Vorstand Burkhard Balz soll dem Narrativ widersprechen, dass ein Bargeldverbot drohe. Gleichzeitig wird verschwiegen, dass die Bundesbank ihr Filialnetz massiv abbaut. Waren es 2000 noch 135 Filialen, sind es heute nur noch 31 – und bis 2039 sollen nur 23 übrig bleiben. Für Banken, Händler und Verbraucher wird die Bargeldversorgung dadurch zunehmend teurer und komplizierter.
Der Artikel der „Zeit“ verschweigt zudem, dass es längst einen internationalen „War on Cash“ gibt. Mastercard rief diesen schon vor 20 Jahren aus, Veranstaltungen im Bundestag thematisierten eine „Welt ohne Bargeld“, und die Bundesbank selbst unter Carl-Ludwig Thiele thematisierte das Problem auf Kongressen. Dass nun behauptet wird, niemand wolle Bargeld abschaffen, ist Augenwischerei. Während digitale Bezahlmethoden immense Gewinne ermöglichen, ist Bargeld wirtschaftlich uninteressant – die Lobby der Bargeldbranche existiert, wird aber von Leitmedien regelmäßig ignoriert.
Die Petition zeigt: Die Sorge um den Erhalt von Bargeld ist berechtigt. Die Gegenpropaganda der „Zeit“ offenbart vor allem eines: Die Argumente der Bargeldverteidiger sind zu stark, um sie fair zu widerlegen. Wer Bargeld verteidigt, kämpft nicht gegen Fortschritt oder Technologie, sondern gegen die schleichende Kontrolle über unser Geld, unsere Daten und letztlich unsere Freiheit.
Der Erfolg der Petition beweist: Bargeld ist nicht nur Zahlungsmittel, sondern ein Symbol für Selbstbestimmung und Bürgerrechte – und das muss die Öffentlichkeit wissen.
Du kannst die Petition zum Schutz des Bargelds online finden und dort mitzeichnen:
👉 Petition „Bargeld in Europa gesetzlich schützen!“ auf bargeldverbot.info — direkt hier: https://bargeldverbot.info/petition/
Dort kannst du die Petition lesen, unterschreiben und mehr über die Ziele und Forderungen erfahren. Sie richtet sich an das EU-Parlament und die Regierungen der EU‑Mitgliedstaaten, um Bargeld als Zahlungsmittel zu sichern und seine Akzeptanz und Verfügbarkeit zu gewährleisten.
Stand der Unterschriften sind mehrere hunderttausend Unterstützer, und das Ziel ist, noch mehr Stimmen zu sammeln, bevor über den endgültigen Gesetzesentwurf zur Bargeld‑Verordnung entschieden wird.
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