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44 Prozent für die AfD: Ein demokratischer Weckruf aus Sachsen-Anhalt
Der Wahlsieg der AfD in Sachsen-Anhalt markiert eine politische Zäsur. Mit einem Ergebnis von rund 45 Prozent haben die Wähler nicht nur eine Partei zur stärksten politischen Kraft gemacht. Sie haben ein unübersehbares Signal gesendet: Ein erheblicher Teil der Bevölkerung will einen politischen Kurswechsel – und er will, dass dieser Wille endlich ernst genommen wird. Über Jahre wurde der Aufstieg der AfD vor allem als Problem beschrieben. Nun zwingt das Wahlergebnis zu einer
7. Sept.


Ein Ergebnis mit europäischer Dimension
Die internationale Presse wertet das Ergebnis nicht als regionalen Ausrutscher, sondern als möglichen Wendepunkt der deutschen Politik. Auffällig ist dabei vor allem eines: Im Mittelpunkt steht weniger die AfD allein als der dramatische Vertrauensverlust der etablierten Parteien. Bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt hat die AfD nach den ersten Ergebnissen 44,5 Prozent erreicht und damit die CDU mit 18,5 Prozent weit hinter sich gelassen. Die Wahlbeteiligung lag bei 76,5 Pro
6. Sept.


Warum verlieren die Menschen das Vertrauen in den Staat?
Ein Staat lebt nicht allein von Gesetzen, Behörden und Institutionen. Er lebt vor allem davon, dass seine Bürger darauf vertrauen, dass diese Strukturen funktionieren. Genau dieses Vertrauen gerät in Deutschland zunehmend unter Druck. Eine aktuelle Bürgerbefragung des dbb kommt zu einem bemerkenswerten Ergebnis: Nur noch 17 Prozent der Befragten trauen dem Staat zu, seine Aufgaben zuverlässig erfüllen zu können. Damit ist das Vertrauen in die staatliche Handlungsfähigkeit auf
5. Sept.


Deutschland zwischen Schulden, Aufrüstung und Krieg: Wie weit soll die Eskalation gehen?
Europa rüstet auf, die Verteidigungsausgaben steigen, die Unterstützung der Ukraine wird verstetigt und gleichzeitig wachsen die finanziellen Belastungen der Staaten. Offiziell geht es um Abschreckung und Sicherheit. Doch hinter dieser Entwicklung steht eine unangenehme Frage: Was geschieht, wenn Politik, Wirtschaft und militärische Strukturen so eng mit der Konfrontation verbunden sind, dass ein Kurswechsel immer schwieriger wird? Rüstung wird zur strategischen Industrie Die
2. Sept.


Was bedeuten „Kapitalismus“ und „Sozialismus“ eigentlich?
Die alte Auseinandersetzung zwischen Kapitalismus und Sozialismus kehrt mit neuer Wucht zurück. Doch bevor über die Vor- und Nachteile der beiden Systeme gestritten wird, müsste zunächst geklärt werden, was diese Begriffe überhaupt bedeuten. Denn genau hier beginnt das Problem: Ein interventionistischer Staat wird häufig als „Kapitalismus“ bezeichnet, während jeder gescheiterte sozialistische Versuch mit dem Hinweis abgewehrt wird, er sei kein „echter Sozialismus“ gewesen. Di
2. Sept.


Wenn der Staat den Bürger zum Beweis seiner Unschuld verpflichtet
Ein neuer Gesetzentwurf von Bundesfinanzminister Lars Klingbeil sorgt für eine grundsätzliche Frage: Wie weit darf der Staat gehen, wenn er die Herkunft privaten Vermögens überprüfen will? Nach der Darstellung des vorliegenden Beitrags könnten die geplanten Regelungen die bisherige Logik des Rechtsstaats verschieben – weg vom Nachweis einer konkreten Straftat und hin zu einer Vermögensprüfung auf Grundlage eines Verdachts. Damit berührt die Debatte nicht nur das Thema Geldwäs
31. Aug.


Meinungsfreiheit – Wenn die Angst vor den Folgen größer wird als die Lust am Widerspruch
Die Meinungsfreiheit steht nicht erst dann unter Druck, wenn der Staat das Wort verbietet. Sie gerät bereits dort ins Wanken, wo Menschen anfangen, ihre Meinung aus Angst vor Konsequenzen lieber für sich zu behalten. Genau darin liegt die eigentliche Herausforderung für eine demokratische Gesellschaft. DER SPIEGEL macht die Meinungsfreiheit zum Titelthema seiner Ausgabe 35/2026 und stellt eine Frage, die weit über die juristische Definition des Grundrechts hinausgeht: Warum h
27. Aug.


Reiner Füllmich: Corona-Aufklärer, Angeklagter – und weiterhin unbequem?
Kaum ein deutscher Jurist hat die Corona-Debatte so stark polarisiert wie Reiner Füllmich. Für seine Unterstützer wurde er zum unbequemen Aufklärer, der staatliche Maßnahmen und die Rolle von Politik, Wissenschaft und Medien infrage stellte. Für seine Kritiker steht er dagegen für Verschwörungserzählungen und Desinformation. Hinzu kommt ein Strafverfahren, in dem er 2025 wegen Untreue zu drei Jahren und neun Monaten Haft verurteilt wurde. Sein Fall wirft damit eine größere Fr
24. Aug.


Corona-Aufarbeitung hinter verschlossenen Türen: Warum waren die Krankenhäuser leer?
Die Aufarbeitung der Corona-Pandemie sollte Antworten liefern, wo politische Entscheidungen, wissenschaftliche Empfehlungen und staatliche Maßnahmen versagt haben. Doch ausgerechnet dort, wo kritische Fragen besonders wichtig wären, findet die Debatte offenbar hinter verschlossenen Türen statt. Interne Einblicke in die Arbeit der Corona-Enquetekommission werfen dabei eine grundsätzliche Frage auf: Wird die Pandemie tatsächlich ergebnisoffen aufgearbeitet – oder werden unbeque
24. Aug.


Warum kluge Köpfe sich so leicht manipulieren lassen
Intelligenz schützt nicht automatisch vor Manipulation. Im Gegenteil: Wer gelernt hat, komplexe Argumente zu verstehen, Autoritäten zu vertrauen und sich innerhalb eines etablierten Denksystems zu bewegen, kann besonders geschickt darin werden, die eigene Überzeugung zu verteidigen – selbst dann, wenn die Realität längst nicht mehr dazu passt. Gleichzeitig haben Menschen ohne akademischen Hintergrund oft einen unmittelbaren Vorteil: Sie beurteilen Dinge danach, ob sie im wirk
23. Aug.
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